Schreibwerkstatt der 3. und 4. Klassen

In welchem unserer Schüler oder Schülerinnen versteckt sich wohl ein werdender Schriftsteller oder eine Schriftstellerin?

Im Moment treffen sich jeden Montag hochmotivierte Kinder zu einer Schreibwerkstatt und verfassen regelmäßig Texte zu Schreibanlässen. Den Beginn haben sie mit „Argumentierendem Schreiben“ gemacht. Tiere oder Pflanzen mit besonderen Namen wie „Clownfisch“ oder „Steinbeißer“… sind der Ausgang zu einer fantasievollen Geschichte. Wie kam dieses Tier im Laufe von vielen tausend Jahren zu diesem Namen? Alle haben gute Ideen und freuen sich, wenn sie ihre Geschichte anschließend einem interessierten Zuhörer vorlesen dürfen. Denn Schreiben – das tun wir für andere, und dann macht das richtig Spaß!

Nächste Woche geht es weiter mit einem eigenartigen Gedicht, dem „Gruselett“ von Christian Morgenstern, zu dem wieder eigene Textproduktionen entstehen. Dieses Mal schreiben die Kinder in Partner-  oder Grupperarbeit.

 

Wie der Clownfisch zu seinem Namen kam

Vor vielen tausend Jahren lebte im im Ozean ein Tier. Oft war es sehr einsam. Es hatte keine Freunde und nicht einmal einen Namen, darüber war es sehr traurig. Viele Haie, vor denen es Angst hatte, schwammen an ihm vorbei, doch sie alle bemerkten das Tier nicht.  Einmal dachte das Tier darüber nach, dass es auch einen Namen haben wollte, denn es war nicht schön immer ohne Namen zu sein. Zu dieser Zeit gab es viele Forscher auf dem Ozean. Diese nannten alle Tiere im Meer einfach „Fisch“, also nannte das Tier sich auch Fisch. Da beschlossen die Forscher, dass jedes Tier einen eigenen Namen brauche. „Dieses Tier“, dachten sie, „nennen wir Orangenzebra“, denn es sieht aus wie eine Orange mit Streifen. Andere Forscher fanden das nicht gut, denn ihrer Meinung nach, sah das Tier aus wie ein Clown. Deshalb nannten sie das Tier Clownfisch. Der Clownfisch selbst fand diesen Namen gut und lebte von nun an friedlich und zufrieden mit seinem Namen weiter.

Jakob

 

 

Wie der Clownfisch zu seinem Namen kam                                                                                                           Bildquelle Pixabay

Vor vielen tausend Jahren lebte ein Meeresbewohner ganz allein im großen Ozean. Oft bekam er Angst, wenn so ein großer Hai vorbeischwamm. Das Tier wollte auch einen Schwarm, wie die anderen Tiere. Nach langem Suchen fand es heraus, dass es ein Fisch war. Deshalb nannte es sich Fisch. Wenn es erwachsen wäre, wollte es ein Clown sein, das war sein größter Wunsch. Es übte jetzt schon fleißig in seiner Höhle Kopfstand, auf der Rückenflossen zu laufen und ein Rad zu schlagen. So versuchte es auch in andere Schwärme aufgenommen zu werden, indem es Tricks vorführte. Die anderen Fische fanden das lustig, ließen es mit ihrem Schwarm mitschwimmen und nannten es  „Clown“. Doch dieser Fisch setzte die beiden Wörter, die ihm einen Namen gaben, einfach zusammen und so wurde aus ihm ein „Clownfisch“. Von da an wurden alle diese Tiere „Clownfisch“ genannt, weil sie alle ein besonderes Talent zum Spaßmachen hatten.

Charlotte

 

So kam der Seelöwe zu seinem Namen

Vor vielen tausen Jahren lebte ein Löwe an der Küste der Südsee, der hatte ein braunes Fell. Er liebte es, baden zu gehen. Deswegen war er schon bald gut an das Wasser angepasst. Da gab ihm eine Seemöwe den Tipp, sich nur noch im Wasser zu bewegen, dann bekomme er vielleicht Flossen und könne noch schneller schwimmen. Das ließ sich der Löwe nicht zweimal sagen, denn an Land wurde es ihm eh immer langweiliger. Doch er bekam keine Flossen, aber konnte dafür schon sehr lange unter Wasser tauchen. Eines Tages tauchte er ganz tief, wollte wieder hoch, doch er war zu schwer. Er fragte einen Schwertfisch, ob er ihm helfen könnte. Dieser holte seine Freunde und drückte ihn hoch. Als der Löwe oben ankam, hatte er Flossen. Bis heute weiß niemand, wie das passieren konnte. Ab jetzt lebte er nur noch in der Südsee. Deswegen nennen ihn noch heute alle Menschen und Tiere „Seelöwe“, weil er ein Löwe ist und in der Südsee wohnt.

Franziska

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